Hamsterrad statt Eames Chair?

Meine ersten Tage als Texter bei machen.de. Keine Atempause. Geschichte wird GEMACHT. Es geht voran. MACHEN, MACHEN, MACHEN. Ist diese Agentur programmatisch hyperaktiv? Bei welchem Maniker-Verein hatte ich mich da nur als Texter beworben? Hamsterrad statt Eames Chair? Koffein intravenös? Adrenalin zum Frühstück? Überholspur, blinker links und pipapo? Ich wagte es trotzdem – und bin heilfroh.

Windschnittig gestylet und sportlich bekleidet erreichte ich also das Universum von machen.de. Vorbereitet war ich auf yuppiemäßige Betriebsamkeit. So Mad Men-mäßig – Werber halt. Begrüßt wurde ich vom Chef höchstpersönlich. Der wirkte aber gar nicht wie ein rastloser Brummkreisel, sondern ganz entspannt. Ebenso meine Kollegen. Durchaus beschäftigt, aber keineswegs gehetzt.

Und nach und nach verstand ich, was „MACHEN“ bedeutet: nämlich gut nachdenken, wenig labern. Und vor allem ganz viel: MACHEN. Nicht aktionistisch, sondern mit kühlem Kopf und heißem Herzen (War das zu kitschig? Hallo? Ich bin Texter, ich muss ein bisschen dicker auftragen).

MACHEN bedeutet aber auch: Eine Idee ist nur etwas wert, wenn sie aus der Schublade auf den Tisch kommt und in die Tat umgesetzt wird. Das ist Agenturphilosophie und wird gelebt. Kein Gedanke ist zu einem Dasein auf dem Ideen-Friedhof verdammt. So entsteht überraschende und originelle Kommunikation, die so vielfältig ist, wie die Köpfe, die sie MACHEN.

Außerdem bedeutet MACHEN: Einzigartiges Design, intelligente Programmierung und clevere Marketing-Ideen werden umgesetzt, wenn sie noch neu sind. Dafür sorgen flache Hierarchien, kurze Wege und vor allem die Chuzpe, etwas auszuprobieren, bevor es sich auf dem Markt bewährt hat. Dieses Klima der Offenheit ist gut für alle – für die Kunden, für die Arbeit und fürs Team.

Und ich darf jetzt mitMACHEN – yippieyayeah!!!

P.S.: Den Eames Chair gibt es wirklich nicht, aber ich arbeite dran.

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