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10 provokative Thesen – Gründe, die in Unternehmen Erfolge verhindern

19.10.2005 von Bernhard Berning

Stark für die Zukunft – Ganzheitlicher Unternehmenserfolg
10 provokative Thesen – Gründe, die in Unternehmen Erfolge verhindern

  1. Was fehlt, ist der Konsens: Emotionaler und rationaler Konsens ist einer der Schlüssel zur erfolgreichen Zusammenarbeit.
  2. Es fehlt die Strategie: Die Strategie kann nur so gut sein, wie die Ziele klar – und alle im Boot sind.
  3. In Unternehmen fehlt Zielklarheit: Mitarbeiter, die ihre Ziele nicht kennen, können sie auch nicht verfolgen.
  4. Unternehmen leiden unter dem Jojo-Effekt: Gegenläufige Ziele, Ursachen und Wirkungen in Strukturen und Prozessen machen Erfolge zunichte.
  5. Ressourcen werden verschwendet: Stop & Go-Verkehr in Zusammenarbeit und Kommunikation verringern den Wirkungsgrad.
  6. Kundennutzen – ein Fremdwort? Wenn wir länger als eine Minute nachdenken müssen, warum Kunden bei uns kaufen sollen, haben wir ein Problem.
  7. Engpässe werden nicht gelöst: Wenn Engpässe erst auf der Wirkungsebene erkannt werden, sind sie bereits teuer.
  8. Umsetzungen erfolgen halbherzig: Wenn der Weg und die Faktoren im Einklang sind, wirken auch die Controlling- und Steuerungsmechanismen?
  9. Unternehmen vernachlässigen die Zukunft: Unsere Zukunftsfaktoren sind der Spiegel unseres Denkens und unserer Spielkultur.
  10. Unternehmen verzichten auf Wertzuwachs: Unternehmensentwicklung ist steuerfreie Werterhöhung.

Verfasser: Bernhard Berning, CONSENS UNTERNEHMERBERATUNG für Prozessoptimierung, Strategie, Coaching und Zukunftskonferenzen.

Mit der neuen Führungskraft zum unternehmerischen Erfolg

28.09.2005 von Klaus Reiners

Die Öffentlichkeit in Deutschland scheint nur noch eine Facette des Arbeitsmarktes zu kennen: den der permanent steigenden Arbeitslosenzahlen. Die monatlich durch die Agentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen sprechen zwar eine deutliche Sprache. Die ganze Wahrheit sagen sie allerdings nicht. Denn auf der anderen Seite steigt die Nachfrage nach qualifizierten Fach- und Führungskräften in Industrie, Wirtschaft und Verwaltungen weiter an. Die optimale Besetzung von Top-Positionen hat sich zu einem der entscheidenden Erfolgsfaktoren für die Unternehmen entwickelt. Nicht selten hängt die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von den richtigen oder falschen Personalentscheidungen ab. (weiterlesen …)

Existenzgründung – und wieviel Zuschüsse gibt’s vom Staat?

03.09.2005 von Jan Steinbauer

Gründung – und wieviel gibt’s vom Staat?
Bund und Land bieten zur Unterstützung gezielt für Gründer und junge Unternehmen verschiedene öffentliche Förderinstrumente an. Dabei ist die Förderung für junge Unternehmen meist ein „Zubrot“, d.h. eine 100% Förderung ist eher selten.

Sich im Förderdschungel zu Recht zu finden ist oft nicht ganz leicht. Was gibt es überhaupt? Wieviel kann ich erhalten? Und vor allem: Von wem? Dies sind oft die zentralen Fragen, die es zu beantworten gilt.

Eine gute Strategie ist es sich über den eigenen Bedarf klar zu werden. Also nicht Fragen was es alles gibt, sondern sich konkret überlegen, für was eine Förderung benötigt wird. Definieren Sie, wo Sie welchen Finanzierungsbedarf haben und welche Hilfen Sie benötigen. Erst dann macht eine gezielte Ausschau nach Fördergeldern erst richtig Sinn. Bevor Sie sich nun auf die Suche nach dem geeigneten Förderprogramm machen, gilt es einige wichtige Grundsätze bei öffentlichen Förderungen zu beachten:

Bis auf wenige Ausnahmen besteht bei öffentlichen Finanzierungen kein Rechtsanspruch.

  • Nur in Ausnahmefällen gibt es eine 100%-Förderung – viele Förderprogramme bieten Zuschüsse für verschiedene Belange an.
  • Eine Förderung kann nur bei Verfügbarkeit der Fördermittel gegeben werden.
  • Vorbeginnklausel – Bevor Sie investieren oder mit einem Vorhaben beginnen sollte zumindest der Antrag für die öffentliche Förderung gestellt sein. Im nachhinein können meist keine Fördergelder mehr beantragt werden.
  • Viele Programme richten sich an bestimmte vordefiniere Zielgruppen, die nur in bestimmten Zeiträumen (z.B. in den ersten 3 jahren) gefördert werden.
  • Antragsfristen können sich manchmal über einen längeren Zeitraum erstrecken – der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm.

Erste Ansprechpartner sind Kammern und Verbände, auch bei Ministerien und Kommunen, oder in den Gründerzentren erhalten Sie Informationen über Förderprogramme und deren Funktionsweise.

Bei Investitionsvorhaben ist eine frühzeitige Information über die Möglichkeiten wertvoll. Informieren Sie sich noch vor dem Bankengespräch über die Möglichkeiten einer öffentlichen Finanzierung. Informationen erhalten Sie unter www.kfw-mittelstandsbank.de oder in Bayern unter www.lfa.de

Autor: Dipl. Volkswirt Jan Steinbauer. Seit 2001 unter anderem als Gründungs-Berater im Rahmen des Coaching-Programmes bei der IHK Nürnberg tätig.

Vetriebsoutsourcing

23.08.2005 von Carsten Hubscher

10 Dinge, die Sie wissen sollten, bevor Sie Ihren Vertrieb outsourcen

1. Was ist Vertriebsoutsourcing?

Grundsätzlich ist es die Übertragung von Vertriebsprozessen oder die Bereitstellung von Vertriebsressourcen sowie die Managementverantwortung hierfür an eine externe Organisation, inklusive der Übernahme aller dafür anfallenden Gemeinkosten wie z.B. Personalsuche, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Versicherungen, Provisionen, Ausrüstung, Training, Coaching etc.,. Der externe Dienstleister (Outsourcing-Anbieter) hat die Verantwortung für das Management des Vertriebsteams um die Kundenanforderungen und –erwartungen zu erfüllen.

2. Seit wann gibt es Vertriebsoutsourcing?

Outsourcing gibt es seit Jahrzehnten. Die Entwicklung dieser Industrie startete im Grunde genommen mit der Nutzung von Speicherzeit und –kapazitäten auf Großrechnern. Innerhalb des letzten Jahrzehntes wurde speziell IT-Outsourcing sehr bekannt und in der Praxis eingesetzt. In den letzten fünf Jahren kristallisierte sich das Modell des Business Process Outsourcing (BPO) als die effektivste Methode heraus, den größten Return on Investment (ROI) zu liefern.

3. Was verursacht den steigenden Bedarf für Vetriebsoutsourcing?

„Vertriebliche Sachkenntnis“ – Viele Firmen werden von Ingenieuren oder anderen technische Fachleuten gegründet. Diese können das Geschäft bis zu einem bestimmten Grade wachsen zu lassen, doch um die nächste entscheidende Stufe des Unternehmenswachstums zu erreichen, benötigen Sie das Know-how von externen Vertriebs- und Marketingspezialisten.

„Taktischer Umsatz“ – Lösungen im Bereich Vertriebsoutsourcing, die von Beratungsleistungen bis zu operativen Outsourcingleistungen reichen, konzentrieren sich auf die Entwicklung von mittelfristigen Umsatzplänen, die Unternehmen in die Lage versetzen, Ihre nächste Wachstumsstufe schneller zu erreichen.

„Vertriebskosten“ – Wenn eine Organisation sich die wahren Kosten von Aufbau, Unterstützung und Management einer eigenen Vertriebsmannschaft betrachtet, wäre Sie sehr überrascht. Viele Unternehmen wissen gar nicht, welches die „wahren Vertriebskosten“ tatsächlich sind. Vertriebsoutsourcing bietenden Unternehmen kalkulierbare Fixkosten für die Vertriebsleistung, gepaart mit leistungsorientierten Erfolgsanteilen.

„Geschwindigkeit“ – Ein anderer wichtiger Faktor ist „time to market“, es ist deutlich schneller möglich, durch ein gut ausgebildetes und gesteuertes Vertriebsteam die ersten Vertriebschritte durchzuführen, als diese durch den Auf- oder Umbau eines eigenen Vertriebs zu starten. Vertriebsprozesse sind bereits definiert und aufgesetzt und es kann in spätestens 45 Tagen mit operativen Aktivitäten begonnen werden.

4. Woher weiß die Geschäftsleitung, dass es Zeit ist, über Vetriebsoutsourcing nachzudenken?

Wenn es keine adäquate Vertriebsmannschaft gibt und die Entscheidung gefallen ist, zu wachsen, oder das Unternehmen hatte schon diverse (negative) Erfahrungen mit Vertriebsleitern und Verkäufern, die Schlichtweg keinen bzw. wenig Umsatz produzierten. Oder wenn die Organisation ein neues Produkt am Markt einführen will oder eine neue Region erschließen will. Oder ganz einfach die Neukundengewinnung ankurbeln will. Vertriebsoutsourcing sorgt in diesen Fällen für viel schnellere und erfolgsgerichtetere Lösungen.

5. Welches sind einige der Indikatoren oder Gründe, die ein Unternehmen die Notwendigkeit von Vertriebsoutsourcing vor Augen führen kann?

Stagnierende Umsätze, hohe Personalfluktuation, geringe Auftragsquote, geringe Margen, Geschwindigkeit des Markteintritts, sinkende Marktanteile, kaum Flexibilität der Vertriebsaktivitäten und des Vertriebspersonals.

6. Ein Schlagwort ist BPO – was bedeutet das?

BPO steht für Business Process Outsourcing. Mit der Entwicklung von Outsourcing generell haben Unternehmen erkannt, dass sich eine größerer Return on Investment (ROI) durch die Übertragung der Verantwortung eines Funktionsbereiches oder einer Abteilung erzielen lässt. Im Gegensatz zu Information Technology Outsourcing (ITO), wo ein Unternehmen z.B. Desktop-PCs innerhalb bestimmter Abteilungen auslagert, beinhaltet BPO auch die Desktop-PCs, jedoch zusätzlich auch die Ressourcen und das Management dieser Abteilungen. Es ist also nicht nur die Technologie, sondern die gesamte Abteilung.

7. Wie groß oder klein soll ein Unternehmen sein, um BPO, z.B. Vertriebsoutsourcing, einzuführen?

Die meisten kleinen und mittleren Firmen benötigen Unterstützung bei der Generierung von mittelfristigen Umsätzen. Aber auch große Unternehmen benötigen die Geschwindigkeit und Flexibilität von Vertriebsoutsourcing, um für ein spezielles Produkt oder eine neue Region in weniger als 45 Tagen eine Vertriebsmannschaft im Einsatz zu haben. Diese Vertriebsressourcen können dann in Abhängigkeit vom Erfolg erweitert oder reduziert werden.

8. Wo liegt der Unterschied zwischen Verkäufern einer Outsourcing-Firma und Handelsvertretern?

Echte Verkäufer repräsentieren einen Kunden solange Sie aktiv verkaufen. Vertriebsoutsourcing ist eine „1-zu-1“-Beziehung der Verkäufer zu den Kundenprodukten oder -leistungen, im Gegensatz zu Handelsvertretern, die „1-zu-viele“-Beziehungen pflegen und somit für mehrere Firmen verkaufen. Der Verkäufer der Outsourcing-Firma hat nur eine Visitenkarte des Kunden und tritt auch im Namen des Kunden auf.

9. Was unterscheidet Vertriebsoutsourcing-Unternehmen?

Vertriebsoutsourcing ist eine wachsende Branche, in der sich mehr und mehr neue Wettbewerber befinden. Es ist wichtig zu klären, ob der Outsourcing- Dienstleister Erfolg beim Aufbau und der Etablierung von externen Vertriebseinheiten hatte. Dieser sollte mindestens drei Jahre Erfahrung bei der Unterstützung von Wachstumsunternehmen besitzen. Die Vertriebsoutsourcing-Firma sollte das Geschäft des Kunden verstehen, und zwar nicht nur hinsichtlich Vertriebserfahrung, sondern auch ein klares Verständnis von vertikalen Märkten und Industrien sowie Verständnis für die Unterschiede zwischen dem Verkauf von einfachen Produkten und erklärungsbedürftigen Lösungen besitzen.

Wenn ein Technologieunternehmen ein Vertriebsteam aufbauen will, dann muss die Vertriebsoutsourcing-Organisation ein starkes Verständnis von Technologie und Lösungsverkauf besitzen, bevor sie einen Außendienst aufbauen und einführen kann. Ebenso unabdingbar ist das Wissen um Vertriebsorganisationsformen und die Dokumentation der notwendigen Vertriebsprozesse gemeinsam mit einer klar definierten Road Map der Vertriebspartnerschaft.

10. Welches sind einige der Dienstleistungen, von Vertriebsoutsourcing-Unternehmen?

Die meisten Organisationen stellen Vertriebsressourcen zur Verfügung, wobei qualitativ hochwertige Dienstleister Ihre Kunden durch den Entwicklungs-und Umsetzungsprozess der Vertriebspartnerschaft eng begleiten. Sollte das Vertriebsoutsourcing-Engagement einmal enden, hat der Kunde die Prozesse und das Wissen, um dieses oder ein eigenes Vertriebsteam weiterzuführen. Aufbau, Training und Management der Vertriebsmannschaft, um möglichst kurzfristige Umsatzerfolge zu erzielen und der Aufbau eines starken Unternehmens für die Zukunft sollte im Fokus aller Vertriebsoutsourcing-Unternehmen stehen.

Verfasser: Carsten Hübscher, Geschäftsführer der SalesBridge GmbH, Preisträger des StartUp-Wettbewerbs der Sparkassen 2003

Überbrückung von Differenzen in der Arbeitswelt – Ich gewinne – Du verlierst?

21.08.2005 von Dr. Marcello Scarnato

Überbrückung von Differenzen in der Arbeitswelt
“Ich gewinne – Du verlierst” – Überholtes Verhaltenskonzept kopflastiger Strategen

Wenn erfolgreiches Verhandeln bedeutet, sein Gegenüber „über den Tisch zu ziehen“, dann hat das Prinzip „ich gewinne – du verlierst“ unverändert Gültigkeit. Was aber ist besser: der einseitige Sieg oder das gemeinsame Weiterkommen?

Rein rational gilt das Gesetz des Stärkeren. Es ist aber trotzdem möglich, dass alle Beteiligten als Gewinner vom Tisch aufstehen. Konsens ist gefragt – die Ursprünge gehen zurück auf die Spieltheorie. In Zeiten schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen wie den jetzigen sind Unternehmen wie Mitarbeiter besonders gefordert. Betrachtet man die Wirtschaftswelt nach dem Prinzip „Unternehmen = Mensch = Unternehmen“ wird klar, dass in letzter Konsequenz immer der Mensch betroffen ist. (weiterlesen …)

Kommunikation und Rating

20.07.2005 von Carsten Lange

Kommunikation ist ein Schlüsselbegriff für den Unternehmenserfolg. Sie sorgt dafür, dass Unternehmen und ihre Leistungen erkannt und erinnert werden. Drei Bereiche der Unternehmenskommunikation haben eine besondere Relevanz im Zusammenhang mit Rating und Basel II: die Kommunikation mit dem hauseigenen Kreditinstitut, die Mitarbeiterkommunikation und die Marktkommunikation. Aktive Kommunikation in diesen Bereichen kann die Ratingeinstufung verbessern und zu günstigeren Krediten führen.

Im Ratingverfahren machen sich Banken und Sparkassen vom Unternehmen ein Gesamtbild. Dieses setzt sich aus quantitativen und qualitativen Faktoren zusammen, die jeweils vergangenheits- und zukunftsbezogen sind. Zahlreiche Informationsquellen werden von den Geldinstituten genutzt. Bisherige Erfahrungen mit dem Unternehmen zählen ebenso dazu wie schriftliche Unterlagen oder Presseberichte. Eine besondere Bedeutung aber hat nach wie vor der persönliche Kontakt zwischen Unternehmer und Bank.

Das gute Verhältnis zur Bank reicht nicht mehr aus

Früher reichte das gute Verhältnis zum Geldinstitut aus, um Kredite zu bekommen. Diese Zeit ist definitiv vorbei. An die Stelle von Sympathie oder Antipathie muss daher für den Unternehmer die offene und aktive Kommunikation treten. Es ist besser, gleich beim ersten Ratinggespräch ein gutes Bild abzugeben, als einen schlechten Eindruck später mühsam zu korrigieren. Das Ziel heißt, langfristig Vertrauen aufzubauen. Vertrauenschaffend sind folgende Aktivitäten:

  • Das Gespräch mit dem Geldinstitut sollte gut vorbereitet werden. Das Unternehmen sollte sich über die jeweiligen Anforderungen informieren und entsprechende Unterlagen bereithalten. Bei Bedarf sollte ein Ratingberater hinzugezogen werden.
  • Wann immer möglich, sollten Informationen schriftlich belegt und termingerecht bereitgestellt werden.
  • Wenn das Unternehmen Schwächen hat, ist es wichtig, nachvollziehbare Verbesserungsvorschläge zu bringen.
  • Wie in jeder anderen Beziehung auch ist es ein Vorteil, die Kommunikation aktiv aufrecht zu erhalten und zu pflegen. Das zahlt sich in schwierigen Zeiten aus.

Die Kommunikation mit dem Geldinstitut wird künftig für ein mittelständisches Unternehmen den gleichen Stellenwert haben, wie heute Investor Relations für börsennotierte Unternehmen.

Für die Ratingeinstufung spielt auch der Faktor Mitarbeiterkommunikation eine große Rolle. Ratingkataloge fragen ab, ob die Qualifikationen der Mitarbeiter gefördert werden, wie hoch der Krankenstand und die Fluktuationsraten sind, ob Mitarbeiterzufriedenheit als strategisches Ziel erkannt wurde. Der Grund für diesen Stellenwert der internen Kommunikation ist klar: Motivierte Mitarbeiter schaffen zufriedene Kunden und damit die Voraussetzungen für Profitabilität und Wachstum. Die Motivation der Mitarbeiter aber hängt entscheidend davon ab, ob ihnen die nötigen Informationen zur Verfügung gestellt werden, ob Entwicklungen kommuniziert und Leitbilder vermittelt werden.

Schlechte Noten bei der Mitarbeiterkommunikation

Aktuelle Mitarbeiterbefragungen stellen hierzu den meisten Unternehmen eine schlechte Note aus. Das Gallup-Institut etwa hat ermittelt, dass nur 16 Prozent der Mitarbeiter in Unternehmen wirklich motiviert und engagiert sind. Schlechte interne Kommunikation schafft Reibungsverluste und ist ein Kostenfaktor. Letztlich sind die Mitarbeiter die größte, unausgeschöpfte Ressource von Unternehmen. Diese Ressource kann nur durch gezielte Kommunikation besser genutzt werden. Interne Kommunikation ist vielschichtig und gehört in die Hände von Kommunikationsprofis. Eine professionelle interne Kommunikation kann dazu führen, dass zwei Unternehmen einer Branche bei gleichen Produktivfaktoren ganz unterschiedliche Ergebnisse im Rating erzielen.

Ähnliches gilt für die Marktkommunikation, mit der die Position am Markt langfristig erhalten, gefestigt oder ausgebaut werden soll – eine Aufgabe, die deutlich wichtiger geworden ist. Der Wettbewerb hat auf allen Märkten zugenommen, Produkte werden immer austauschbarer, Qualität taugt nicht mehr zur Unterscheidung, wir erleben eine Markenflut und –inflation. Unternehmen, die für eine klare Positionierung sorgen, ihren Bekanntheitsgrad steigern und ein attraktives Image aufbauen, haben Wettbewerbsvorteile, die im Ratingverfahren honoriert werden. Hierzu wiederum als Beispiel ein Auszug aus dem Ratingkatalog einer Bank: Abgefragt werden „langfristige Wettbewerbsvorteile, mit denen sich das Unternehmen von der Konkurrenz abhebt“, „hoher/niedriger Bekanntheitsgrad“, „gutes/schlechtes Unternehmensimage“. Die Instrumente, die zur Steigerung der Bekanntheit und zum Imageaufbau eingesetzt werden können, stehen jedem Unternehmen offen. Dazu zählen Werbung, Sponsoring, Pressearbeit, Internet-PR, Event-PR, Image- und Produktbroschüren.

Erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit ist nur denkbar, wenn die Kommunikation mit internen und externen Zielgruppen systematisch und kontinuierlich gepflegt wird. Ob allein oder mit Hilfe von Kommunikationsfachleuten: Diese Kommunikation kann ein Unternehmer beeinflussen und damit seine Einstufung im Rating verbessern.

Verfasser: Carsten Lange ist ausgebildet als PR-Berater und hat lange Zeit als Tageszeitungsredakteur gearbeitet. Er ist Inhaber der Zirndorfer PR-Agentur Lange Kommunikation, www.lange-pr.de

Erfolgsfaktor Öffentlichkeitsarbeit

20.07.2005 von Carsten Lange

Öffentlichkeitsarbeit (PR, Public Relations) sorgt dafür, dass eine Organisation kontinuierlich mit allen wichtigen Zielgruppen kommuniziert. Das sind in der Regel Kunden, potenzielle Käufer, eigene Mitarbeiter, Geschäftspartner, Lieferanten.

Diese Kommunikation wird immer wichtiger. Ein paar Beispiele zeigen auf, warum:

  • Potenzielle Kunden jedes Unternehmens wollen wissen, warum sie sich für bestimmte Produkte entscheiden sollen. Gab es vor 40 Jahren noch 8 Sportwagen, 16 Mineralwasser und 5 verschiedene Laufschuhe zu kaufen, so sind es heute schon mindestens 38 Sportwagen, 50 Mineralwasser und 285 verschiedene Laufschuhe. Ein Unternehmen kann in dieser Situation nur durch Kommunikation auf sich aufmerksam machen und sich vom Mitbewerber absetzen.
  • Vereine und Verbände müssen ihren Mitgliedern und Geldgebern erklären, welche Ziele sie anstreben und wie sie diese erreichen wollen. Mitglieder und Geldgeber wollen schließlich wissen, ob ihr Geld sinnvoll angelegt ist.
  • Parteien, Gewerkschaften und Kirchen müssen die Meinungen, Wünsche, Erwartungen und Interessen ihrer Mitglieder kennen lernen und sich darauf einstellen. Nur so können sich die Mitglieder mit ihrer Organisation identifizieren.

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Public Relations

09.07.2005 von Michaela Wassenberg

Damit Ihre Kunden wissen was Sie verkaufen.

PR-Arbeit wirkt auf Dauer.

Erfolgreiche Unternehmen genießen das Vertrauen ihrer Kunden. Vertrauen bauen Sie über ein gutes Image auf. Public Relations sind der Schlüssel zu Ihrem guten Image und garantieren Ihnen Erfolg wenn sie systematisch und kontinuierlich betrieben werden. PR greift auf viele Maßnahmen zurück, die wohl bekannteste ist die Pressearbeit.

Mit Public Relations erreichen Sie langfristiges, qualitatives Interesse an Ihrem Unternehmen und Ihren Produkten.
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Fragen vor der Gründung

09.07.2005 von Stefan Frisch

Bevor Sie sich selbstständig machen, sollten Sie sehr ehrlich gegenüber sich selbst einige Fragen beantworten.

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist ein großer Schritt, der gut vorbereitet sein will. Und so wie Spitzensportler vor dem Start noch einmal die Gedanken sammeln, sich konzentrieren und auf das Ziel fixieren, so sollten Sie sich die Zeit nehmen, die folgenden Fragen durchzuarbeiten:

Persönliche Vorraussetzungen

Warum machen Sie sich selbstständig?
Welche Motive haben Sie konkret?

Ausgangsposition – Gehen Sie den Schritt in die Selbstständigkeit freiwillig oder weil Sie dazu gezwungen werden (z.B. durch Arbeitslosigkeit)?

Wird die Entscheidung von der Partnerin/dem Partner mitgetragen?
Sind Erfahrungen im Hinblick auf Selbstständigkeit vorhanden?

Waren Sie vielleicht bereits selbstständig? Oder sind Sie in einem Elternhaus mit Selbstständigen aufgewachsen, und kennen das Leben?
Oder haben Sie vielleicht im Rahmen Ihres Angestelltendaseins sehr arbeiten müssen?
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Kreative Energie im Unternehmen – 12 Thesen:

08.07.2005 von Jan-Pieter van Nes

1. Von Mensch zu Mensch

Informelle Strukturen sind Beziehungsgeflechte aller Mitarbeiter untereinander.

2. Erfolg

Das aktive Gestalten ist die Basis für jede wirkliche Veränderung in der Praxis.

3. Freude und Frust

Das tägliche Arbeitsumfeld kann entweder Raum zur Entfaltung der Persönlichkeit bieten oder entsprechende Impulse behindern.

4. Wachstum und Resignation

Die Zusammenarbeit im Unternehmen bietet den Rahmen für die Anerkennung. Wird dieses menschliche Grundbedürfnis nicht erfüllt, so resignieren Mitarbeiter.

5. Aktion und Depression

Sind Unternehmensziele und persönliche Ziele zu unterschiedlich, so können Mitarbeiter innerlich kündigen und sind nicht mehr zu produktiver Arbeit motiviert.

6. Geld und Freizeit

Die weitverbreitete Illusion, daß Arbeits- und Privatsphäre getrennte Welten seien, kann aufgelöst werden, weil der Mensch im Unternehmen und außerhalb derselbe bleibt.

7. Kontakt und Sabotage

Gerüchte im Unternehmen sind ein Warnsignal dafür, daß Menschen sich nicht mehr ehrlich begegnen.

8. Klarheit und Kommunikation

Bei jeder Zusammenkunft von Menschen gibt es eine Sach- und eine Beziehungsebene. Konflikte auf der Beziehungsebene werden häufig versteckt auf der Sachebene ausgetragen, lassen sich aber dort nicht lösen. Die Diskussionen drehen sich im Kreise. Probleme auf der Sachebene lösen sich spielend und fair für alle, wenn die Beziehungsebene der Gruppe geklärt ist.

9. Innen wie außen, oben wie unten

Familie und Betrieb sind nicht voneinander zu trennen. Beispielsweise wird Ärger im Betrieb an Familienmitgliedern ausgelassen oder häusliche Spannungen ins Büro getragen. Glücklicherweise gilt das auch für positive Erlebnisse.

10. Engagement und Flucht

Die Ausfallzeiten der Mitarbeiter sind ein sensibles Barometer für den Zustand der informellen Strukturen im Unternehmen.

11. Wachstum und Struktur

Kreative Zusammenarbeit erfordert veränderbare Strukturen und ein klar vereinbartes Ziel.

12. Erfolg im Geben und Nehmen

Ein dynamisches Unternehmen wächst zu größeren Erfolgen, wenn die inneren Beziehungsgeflechte in lebendiger Wechselwirkung mit seinem Umfeld stehen.

Verfasser: Jan-Pieter van Nes, Diplom-Ökonom, ist Wirtschaftswissenschaftler, Zukunftsberater, Trainer und Moderator. Er arbeitet als Coach, überwiegend  für junge Unternehmen, in Berlin. www.zukunftsmoderation.de

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