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Erlebnis in einem Münchner Kaufhaus

June 10th, 2008 von Andreas Illig

Gestern abend habe ich es gewagt, ein “großes” Münchner Kaufhaus nach 19 Uhr zu betreten. Ich wurde einfach das Gefühl nicht los, dort ein Fremdkörper zu sein. Als ich in der Zeitschriftenabteilung mir eine Fachzeitung näher anschauen wollte, “rannte” die Verkäuferin von ihrer Kasse los und fing hektisch an, direkt neben mir Zeitschriften gerade zu rücken. Daraufhin beschloß ich, mein Geld lieber woanders auszugeben.

Bei der Rolltreppenfahrt in die 4. Etage zur Computerabteilung sah ich in dem fast menschenleeren Kaufhaus viele gelangweilte Verkäufer mit einem verzweifelten Blick auf die Uhr. In der Computerabteilung war viel Platz, trotzdem meinte ein Verkäufer, direkt an der Stelle vorbei gehen zu müssen, an der ich mir einen Laptop anschaute. Ich musste ihm somit Platz machen. Eine andere potenzielle Kundin lief ein Viertelstunde lang durch die Abteilung auf der dringenden Suche nach einer Laptop-Tasche. Aber kein Verkäufer wollte sie in Ihrer Suche “stören”. Es ist auch auffällig, wieviele Geschäfte in München schon um 19 Uhr schließen.

Ein Einkaufserlebnis, das Spaß macht, stelle ich mir anders vor. Wo sind die Aktionen, die frischen Ideen, die Kunden auch nach 19 Uhr begeistern. Wie kann es dem Kunden Spaß machen, sein Geld auszugeben? Ich muss sagen, die negativen Kauferlebnisse überwiegen sehr häufig. Man erlebt sehr selten “begeisternde” Verkäufer.

Ich hoffe, daß ich an dieser Stelle demnächst auch von “begeisternden” Einkaufserlebnissen berichten kann.

Autor: Andreas Illig